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Krebs, was ist das?

Krebs – Nicht eine Erkrankung sondern Viele!

Krebs ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten. Es sind mehr als hundert unterschiedliche Krebsarten bekannt. Sie treten in verschiedensten Geweben und Organen wie Brust, Darm, Haut, Hirn, Leber, Lunge, Knochenmark und Lymphknoten auf. Bei der Krebsentstehung kommt es zu einer Entartung von Körperzellen, die dazu führt, dass Zellen unkontrolliert wachsen und so gesundes Gewebe verdrängt wird und zerstört werden kann. Dabei spielen Gene eine zentrale Rolle!

Krebs ist eine genetische Erkrankung. Schaut man sich eine Krebsart – wie z.B. Brustkrebs – genauer an so wird klar, dass sich Brustkrebs auch innerhalb verschiedener Patienten genetisch deutlich unterscheidet. Erst in den letzten Jahren wurde klar, dass jeder Krebs sowohl in seiner Entstehung als auch in seinen genetischen Veränderungen letztendlich einzigartig ist. Es können in verschiedenen Patienten ganz unterschiedliche Gene mutiert sein. Dieselbe Krebsart kann sich deshalb bei zwei verschiedenen Patienten völlig unterschiedlich entwickeln und erfordert unterschiedliche, individuelle Therapien. Krebs ist nicht eine Erkrankung, sondern Viele!

Gene – Krebs ist eine genetische Erkrankung

Die Erkenntnis, dass Krebs eine genetische Erkrankung ist, ist medizingeschichtlich relativ jung. Die erste identifizierte Chromosomenveränderung, die mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht wurde, war das sogenannte Philadelphia-Chromosom im Jahre 1960. Ende der achtziger Jahre entdeckten dann Bishop und Varmus das erste menschliche Onkogen c-Src. Die Erkenntnis, dass Veränderungen in lebenswichtigen Genen zur Entstehung von Krebs führen war damals eine Revolution für die wissenschaftlichen Fachwelt und ist heute Teil des onkologischen Allgemeinwissens.

Mit Hilfe neuartiger genetischer Methoden wurden in den letzten Jahrzehnten dutzende Gene identifiziert, die mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht werden. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass die meisten Tumoren Veränderungen in mehreren Genen gleichzeitig aufweisen. Viele entscheidende Erkenntnisse zu den molekularen Ursachen von Krebs sind erst durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms im Jahre 2001 möglich geworden. Am Ende dieser Entwicklungen stehen neuartige Medikamente, die die spezifischen molekularen Eigenschaften von Krebszellen als Angriffspunkt für eine zielgerichtete, molekulare Therapie nutzen.

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