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Komplementäre Onkologie

Zahlreiche Studien haben gezeigt das Mikronährstoffe wie L-Carnitin, Vitamin D, Selen, die Misteltherapie und der Einsatz von (proteolytischen) Enzymen, sowie bestimmte Körperverfahren, eine gute Ernährung und psychosoziale Therapiebegleitung zur einer erhöhten Lebensqualität führen und einen signifikanten Einfluss auf die Therapieantwort konventioneller Maßnahmen haben können.

Definition und Ziele

Genau wie die Schulmedizin ist auch die komplementäre Medizin eine empirische Wissenschaft. Die Abgrenzung der komplementären Onkologie von der schulmedizinischen Onkologie ergibt sich aus der Tatsache, dass auch neuartige und deshalb unkonventionelle Therapien verwendet werden. Die komplementäre onkologische Therapie ist eine supportive Therapie. Sie stellt eine Ergänzung zur konventionellen onkologischen Therapie dar und ist keineswegs eine alternative Therapie, wie vielfach fälschlich behauptet wird. Ziel einer komplementären onkologischen Therapie ist die Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte und die Reduzierung der Nebenwirkungen der (schulmedizinischen) onkologischen Therapie.

Komplementäronkologische Maßnahmen

Im Gegensatz zur schulmedizinischen Substanzen ist mit den meisten komplementären Therapien nicht ansatzweise soviel Geld zu verdienen. Pharmaunternehmen haben deshalb schlichtweg kein Interesse klinische Studien zu neuen komplementären Therapien zu finanzieren. Das ist ein wichtiger Grund weshalb es nur selten zu aufwendigen klinischen Prüfungen von Substanzen aus der komplementären Onkologie kommt. Dies dient Kritikern oft als Begründung für eine völlige Ablehnung komplementärer Therapien. Das Fehlen von klinischen Prüfungen lässt allerdings keine Aussagen über die (Un-)Wirksamkeit dieser Therapien zu.

Ablehnung komplementäronkologischer Maßnahmen durch die Schulmedizin

Häufig werden neue komplementäre Therapien zunächst von den meisten Schulmedizinern abgelehnt. Ein gutes Beispiel für eine Substanz die mittlerweile bei vielen Schulmedizinern Anwendung findet ist Vitamin D. Vitamin D-Mangel wird mit einem geringeren Gesamtüberleben und einer höheren Rate von Metastasen bei Patientinnen mit Brustkrebs in Verbindung gebracht 7. Außerdem gibt es eine klare Korrelation zwischen Vitamin D-Mangel und dem Auftreten von Brustkrebs 8. Es gibt also eine Rationale bei Frauen mit Brustkrebs den Vitamin D-Spiegel auf ein ausreichendes Maß anzuheben. Das haben mittlerweile auch viele Schulmediziner erkannt, was nicht zuletzt der Initiative des Schulmediziners Prof. Dr. med. Josef Beuth zu verdanken ist.

Prüfung komplementäronkologischer Maßnahmen

Im Idealfall sollten komplementäre Therapien – genau wie schulmedizinische – methodisch einwandfrei und anhand aktueller wissenschaftlicher Maßstäbe geprüft werden. Ein Problem – das sich im übrigen auch für neuartige schulmedizinische Therapien ergibt – ist, dass die Zahl der Patienten die in solche Prüfungen eingeschlossen werden oft gering ist. Außerdem sind die Patientenkollektive sehr heterogen, was generelle Aussagen zum Therapieerfolg erschwert. Als Alternative zu kostenaufwendigen klinischen Studien können die die sogenannten Evidenzgrade (EBM 1 bis EBM 5) herangezogen werden, die Aussagen über die interne Validität von Studien ermöglichen. Mittlerweile werden auch Metaanalysen durchgeführt, die die Ergebnisse einzelner Studien zusammenfassen und allgemeingültige Aussagen ermöglichen können.

Anerkennung komplementäronkologische Maßnahmen

Unter komplementärer Onkologie werden alle Methoden, Therapien und Heilungsansätze zusammengefasst, die nicht Teil der schulmedizinischen Onkologie sind. Das führt zu einem schier unüberschaubaren Angebot an unkonventionellen Therapievorschlägen. Leider sind nicht alle angebotenen komplementären Heilmethoden tatsächlich von Nutzen und es muss vor einigen Therapieansätzen sogar gewarnt werden, weil diese nicht nur nicht wirken, sondern auch negative Einflüsse auf den Allgemeinzustand des Patienten haben. Das gilt vor allem für eine Reihe therapiebegleitender Interventionen, die nachweislich den Erfolg konventioneller Therapien negativ beeinflussen.

Grundvoraussetzung für adäquate komplementäre Maßnahmen ist, dass Sie sich nicht negativ auf die Wirkung der konventionellen Krebstherapie (Chemo- und Strahlentherapie, Operation, Hormontherapie) auswirken. Wenn komplementäre Maßnahmen zu einem neuen und besseren Therapiestandard beitragen, werden Sie mit der Zeit in das Repertoire der schulmedizinischen Therapien aufgenommen. Dies zeichnet sich schon heute für die Kontrolle des Vitamin D-Spiegels bei Frauen mit Brustkrebs ab.

Leider sind nicht alle angebotenen komplementären Heilmethoden tatsächlich von Nutzen und es muss vor einigen Therapieansätzen sogar gewarnt werden, weil diese nicht nur nicht wirken, sondern auch negative Einflüsse auf den Allgemeinzustand des Patienten haben. Das gilt vor allem für eine Reihe therapiebegleitender Interventionen, die nachweislich den Erfolg konventioneller Therapien negativ beeinflussen.

Anerkannte komplementäronkologische Maßnahmen

Mittlerweile gibt es eine Reihe anerkannter komplementärer Heilmethoden, die zu einer erhöhten Lebensqualität führen und einen signifikanten Einfluss auf die Therapieantwort konventioneller Maßnahmen haben können.

Mehr Informationen zum Thema ganzheitliche onkologische Behandlung finden Sie hier